Kinder von Eingewanderten sind in der EU doppelt so oft von Armut bedroht wie andere

Silver Data Lab Research Desk · Statistische Analyse · Veröffentlicht am 15. Oktober 2026

Diese Studie ist Mitgliedern vorbehalten

Quellen, Filter und Extraktionsdatum sind oben angegeben, wie bei jeder Studie. Melden Sie sich an, um die Analyse vollständig zu lesen.

Datenquelle
Eurostat
Berichtszeitraum
2025
Zuletzt aktualisiert
15. Oktober 2026

Am 15. Oktober 2026 erneut mit der Quelle abgeglichen. Kein Wert seiner Datensätze hat sich zwischen den von uns aufbewahrten Momentaufnahmen verändert. Alle beobachteten Revisionen →

Wichtigste Zahlen

  • 2025 waren in der EU 40,3 % der Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, gegenüber 18,5 % der Kinder, deren Eltern in dem Land geboren sind, in dem sie leben: mehr als das Doppelte, ein abgeleiteter Abstand von 21,8 Prozentpunkten.
  • Spanien hat mit 55,6 % die höchste Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern und zugleich den größten abgeleiteten Abstand: 34,1 Prozentpunkte mehr als bei Kindern mit in Spanien geborenen Eltern.
  • Ungarn ist der einzige Mitgliedstaat, in dem Kinder mit im Ausland geborenen Eltern weniger gefährdet sind als Kinder mit im Inland geborenen Eltern: 11,2 % gegenüber 23,4 %.
  • Am höchsten ist das Risiko, wenn die Eltern außerhalb der EU geboren sind: 44,6 % ihrer Kinder waren gefährdet, gegenüber 23,6 % der Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind; beide EU-Werte sind Schätzungen von Eurostat.
  • Seit 2015 ist die EU-Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern von 24,3 % auf 18,5 % gesunken, während sich die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern kaum verändert hat: von 41,5 % auf 40,3 %.
Anteil der Kinder unter 18 Jahren mit im Ausland geborenen Eltern, die 2025 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren: Spanien 55,6 %, Griechenland 46,5 % und Frankreich 43,5 % über dem EU-Wert von 40,3 %; Kroatien 19,7 %, Lettland 19,4 % und Ungarn 11,2 % darunter.

Wo die Eltern eines Kindes geboren sind

Die Eurostat-Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen ordnet Kinder unter 18 Jahren nach dem Land ein, in dem ihre Eltern geboren sind. So kann Eurostat den Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Kinder für zwei Gruppen ausweisen: Kinder, deren Eltern in dem Land geboren sind, in dem sie heute leben, und Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, im allgemeinen Sprachgebrauch die Kinder von Eingewanderten. Die zweite Gruppe wird noch einmal danach unterteilt, ob die Eltern in einem anderen Mitgliedstaat der EU oder außerhalb der Union geboren sind. Kinder, die im Land selbst zur Welt kamen, und Kinder, die mit ihren Eltern zugezogen sind, trennt die Tabelle nicht.

Die Gefährdung durch Armut oder soziale Ausgrenzung, nach der englischen Bezeichnung kurz AROPE, ist das breit gefasste Armutsmaß der EU; bei Kindern misst sie die Lage des Haushalts. Ein Kind wird gezählt, wenn das Einkommen seines Haushalts, bereinigt um dessen Größe, unter 60 % des nationalen Medians liegt, wenn sich der Haushalt eine Reihe grundlegender Güter und Aktivitäten nicht leisten kann oder wenn die Erwachsenen im Haushalt im Vorjahr kaum bezahlter Arbeit nachgegangen sind. Trifft mehr als eine dieser Bedingungen zu, wird das Kind trotzdem nur einmal gezählt.

Mehr als das doppelte Risiko

2025 waren in der EU 40,3 % der Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Bei Kindern, deren Eltern in dem Land geboren sind, in dem sie leben, lag der Wert bei 18,5 %. Die erste Quote ist mehr als doppelt so hoch wie die zweite und liegt 21,8 Prozentpunkte darüber; beide Vergleiche sind hier aus den zwei veröffentlichten Quoten abgeleitet. Eurostat kennzeichnet den EU-Wert für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern als Schätzung; der Wert für Kinder mit im Inland geborenen Eltern ist nicht gekennzeichnet.

Vierundzwanzig Mitgliedstaaten veröffentlichen für 2025 beide Quoten. In 23 davon sind Kinder mit im Ausland geborenen Eltern stärker gefährdet, und in 14 ist ihre Quote mehr als doppelt so hoch wie die der Kinder mit im Inland geborenen Eltern. Bulgarien und Rumänien veröffentlichen für dieses Jahr keinen Wert für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, und Litauen weist in der Tabelle für 2025 überhaupt keinen Wert aus.

Wo der Abstand am größten ist

Spanien verzeichnet sowohl die höchste Quote als auch den größten Abstand. Dort sind 55,6 % der Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, gefährdet, gegenüber 21,5 % der Kinder mit in Spanien geborenen Eltern, ein Unterschied von 34,1 Punkten. Bei der Quote folgen Griechenland mit 46,5 %, Frankreich mit 43,5 % und Italien mit 42,9 %.

Beim Abstand liegt Schweden mit 29,5 Punkten an zweiter Stelle, Österreich mit 27,4 an dritter. In beiden Ländern ist die Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern mit 11,6 % beziehungsweise 12,7 % niedrig, sodass der Abstand auch im Verhältnis groß ist: In Schweden ist die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern mit 41,1 % mehr als dreieinhalbmal so hoch wie die für Kinder mit im Inland geborenen Eltern, das größte Verhältnis unter den 24 Ländern. Dazu kommen Deutschland mit 23,4 Punkten, Frankreich mit 22,4 und Italien mit 22,0: Damit ist der Abstand in sechs Mitgliedstaaten größer als in der EU insgesamt. Die Niederlande haben mit 19,0 Punkten einen kleineren Abstand, doch dort liegt die Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern bei 7,9 %, dem niedrigsten Wert dieser Gruppe unter den 26 Mitgliedstaaten, die diese Quote veröffentlichen. So ist die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern dort trotzdem mehr als dreimal so hoch.

In Griechenland ergibt sich ein anderes Bild. Der Abstand liegt dort mit 20,0 Punkten nahe am EU-Wert, doch schon von den Kindern mit im Inland geborenen Eltern sind 26,5 % gefährdet, nach Rumänien und Bulgarien die dritthöchste Quote dieser Gruppe in der Union. Der Abstand ist hier also nicht ungewöhnlich, das Risiko aber für beide Gruppen hoch.

Wo der Abstand klein ist oder sich umkehrt

Ungarn ist der einzige Mitgliedstaat, in dem Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, weniger gefährdet sind als Kinder mit im Inland geborenen Eltern: 11,2 % gegenüber 23,4 %. Die 11,2 % sind zugleich die niedrigste Quote dieser Gruppe in der Union. Das gilt auch für Kinder, deren Eltern außerhalb der EU geboren sind: Mit 16,1 % sind sie ebenfalls seltener gefährdet als Kinder mit im Inland geborenen Eltern, was in keinem anderen Mitgliedstaat der Fall ist. Seit 2019, dem Jahr eines Bruchs in der ungarischen Zeitreihe, liegt die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern in jedem Jahr unter der Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern.

Die kleinsten Abstände in der üblichen Richtung, also mit höherem Risiko für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, haben Malta mit 2,2 Punkten, Lettland mit 2,7 und Kroatien mit 4,8. In Malta liegen beide Gruppen mit 24,3 % und 22,1 % dicht beieinander, wobei der zweite Wert zu den höheren Quoten für Kinder mit im Inland geborenen Eltern zählt; in Lettland und Kroatien liegt die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern bei 19,4 % beziehungsweise 19,7 %, nach Ungarn die zweit- und die drittniedrigste Quote dieser Gruppe.

Eltern aus einem anderen EU-Land oder von außerhalb der Union

Die beiden Gruppen von Kindern mit im Ausland geborenen Eltern liegen weit auseinander. Im Jahr 2025 waren EU-weit 44,6 % der Kinder, deren Eltern außerhalb der Union geboren sind, gefährdet, gegenüber 23,6 % der Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind; beide Werte sind Schätzungen von Eurostat. Bei der zweiten Gruppe liegt die Quote 5,1 Punkte über der für Kinder mit im Inland geborenen Eltern, bei der ersten 26,1 Punkte.

Zwanzig Mitgliedstaaten veröffentlichen beide Quoten ohne Hinweis auf geringe Zuverlässigkeit. In 19 davon sind Kinder, deren Eltern außerhalb der EU geboren sind, stärker gefährdet als Kinder, deren Eltern aus einem anderen Land der Union stammen; die Ausnahme ist Kroatien mit 19,5 % gegenüber 21,1 %. In sechs dieser 20 Länder — Griechenland, Frankreich, Ungarn, Malta, den Niederlanden und Portugal — sind Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind, sogar weniger gefährdet als Kinder mit im Inland geborenen Eltern. Am anderen Ende steht Italien: Dort sind 39,0 % der Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind, gefährdet, die höchste Quote dieser Gruppe unter den 20. In Spanien sind 59,7 % der Kinder, deren Eltern außerhalb der EU geboren sind, gefährdet: fast sechs von zehn und die höchste Quote dieser Gruppe in der Union.

Was sich seit 2015 verändert hat

Die EU-Reihe beginnt 2015. Seitdem ist die Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern von 24,3 % auf 18,5 % gesunken, während sich die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern kaum verändert hat, von 41,5 % auf 40,3 %; der Abstand zwischen beiden ist damit von 17,2 auf 21,8 Punkte gewachsen.

Der größte Teil dieses Anstiegs fällt in ein einziges Jahr. Zwischen 2019 und 2020 wuchs der EU-Abstand von 18,3 auf 21,7 Punkte, und 2020 weisen fünf nationale Reihen einen Bruch auf. Die deutsche ist eine davon: Dort stieg die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern im Jahr der Umstellung von 17,1 % auf 35,6 %. Seit 2021 bewegt sich der EU-Abstand zwischen 21,1 und 22,1 Punkten. Die veröffentlichten Zahlen zeigen den Anstieg; wie viel davon das Leben der Kinder beschreibt und wie viel eine geänderte Messweise in den Ländern, kann die Tabelle nicht klären.

Spaniens Reihe ist in keinem Jahr gekennzeichnet und zeigt ohne diese Einschränkung, wie die beiden Quoten auseinanderdriften: Die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern lag 2015 bei 55,5 % und 2025 bei 55,6 %, während die Quote für Kinder mit in Spanien geborenen Eltern von 27,4 % auf 21,5 % sank. In Griechenland, dessen Reihe ebenfalls nicht gekennzeichnet ist, verlief die Entwicklung umgekehrt. 2015 hatte das Land mit 35,3 Punkten den größten Abstand aller Mitgliedstaaten; bis 2025 war die Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern von 66,8 % auf 46,5 % gefallen und der Abstand auf 20,0 Punkte.

Von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohte Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, 2025

EU-Wert 40,3Spanien — 55,6 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert +15,3 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Spanien55,6Griechenland — 46,5 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert +6,2 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Griechenland46,5Frankreich — 43,5 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert +3,2 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Frankreich43,5Kroatien — 19,7 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert −20,6 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Kroatien19,7Lettland — 19,4 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert −20,9 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Lettland19,4Ungarn — 11,2 % der Kinder unter 18 Jahren · Abstand zum EU-Wert −29,1 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Ungarn11,2661% der Kinder unter 18 Jahren — die Achse beginnt nicht bei null
Von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohte Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, 2025
Land% der Kinder unter 18 JahrenAbstand zum EU-WertProzentpunkte, abgeleiteter Wert
Spanien55,6+15,3
Griechenland46,5+6,2
Frankreich43,5+3,2
Europäische UnionAggregat40,3e—
Kroatien19,7−20,6
Lettland19,4−20,9
Ungarn11,2−29,1

Kennzeichnungen der Quelle zu diesen Werten: e geschätzt

Von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohte Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, 2025. Die drei Mitgliedstaaten mit der höchsten und die drei mit der niedrigsten Quote unter den 24, die einen Wert für 2025 veröffentlichen, dazu der EU-Wert zum Vergleich. Die Abstandsspalte wird von Silver Data Lab aus den beiden veröffentlichten Werten berechnet und von der Quelle selbst nicht veröffentlicht. Quelle: Eurostat, ilc_peps61n. Eurostat kennzeichnet den EU-Wert als geschätzt. Die Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern liegt EU-weit bei 18,5 %. Bulgarien und Rumänien veröffentlichen keinen Wert für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern, Litauen keinen Wert für 2025; keiner der gezeigten Länderwerte ist gekennzeichnet.

Diese Tabelle als Daten: CSV · JSON

Alle Mitgliedstaaten für diesen Indikator+

Member sehen hier alle Mitgliedstaaten für diesen Indikator, nicht nur die Zeilen, die die Rangliste ausgibt. Werden Sie Member

Abstand zwischen Kindern mit im Ausland und Kindern mit im Inland geborenen Eltern, 2025

EU-Wert 21,8Spanien — 34,1 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert +12,3 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Spanien34,1Schweden — 29,5 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert +7,7 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Schweden29,5Österreich — 27,4 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert +5,6 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Österreich27,4Lettland — 2,7 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert −19,1 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Lettland2,7Malta — 2,2 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert −19,6 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Malta2,2Ungarn — -12,2 Prozentpunkte, abgeleitet · Abstand zum EU-Wert −34,0 (Prozentpunkte, abgeleiteter Wert)Ungarn-12,2-1840Prozentpunkte, abgeleitet — die Achse beginnt nicht bei null
Abstand zwischen Kindern mit im Ausland und Kindern mit im Inland geborenen Eltern, 2025
LandProzentpunkte, abgeleitetAbstand zum EU-WertProzentpunkte, abgeleiteter Wert
Spanien34,1+12,3
Schweden29,5+7,7
Österreich27,4+5,6
Europäische UnionAggregat21,8—
Lettland2,7−19,1
Malta2,2−19,6
Ungarn-12,2−34,0
Abstand zwischen Kindern mit im Ausland und Kindern mit im Inland geborenen Eltern, 2025. Die drei größten und die drei kleinsten oder umgekehrten Abstände unter den 24 Mitgliedstaaten, die beide Quoten veröffentlichen, dazu der EU-Wert zum Vergleich. Die Abstandsspalte wird von Silver Data Lab aus den beiden veröffentlichten Werten berechnet und von der Quelle selbst nicht veröffentlicht. Quelle: Eurostat, ilc_peps61n. Von Silver Data Lab abgeleitet: die veröffentlichte Quote für Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, minus die veröffentlichte Quote für Kinder, deren Eltern im jeweiligen Land geboren sind. Ein negativer Wert bedeutet, dass Kinder mit im Ausland geborenen Eltern weniger gefährdet sind. Die EU-Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern ist eine Schätzung von Eurostat.

Diese Tabelle als Daten: CSV · JSON

Alle Mitgliedstaaten für diesen Indikator+

Member sehen hier alle Mitgliedstaaten für diesen Indikator, nicht nur die Zeilen, die die Rangliste ausgibt. Werden Sie Member

Was diese Zahlen nicht zeigen

Das Geburtsland der Eltern, nicht die Staatsangehörigkeit
Kinder werden nach dem Land eingeordnet, in dem ihre Eltern geboren sind. Die Studie dieser Website zur Armut von Migranten ordnet Erwachsene ab 18 Jahren nach ihrer eigenen Staatsangehörigkeit ein, die Studie zur Beschäftigungslücke von Zugewanderten Erwachsene nach ihrem eigenen Geburtsland: Das sind drei verschiedene Bevölkerungsgruppen, deren Zahlen nie so nebeneinandergestellt werden dürfen, als beschrieben sie dieselben Menschen. Wie ein Kind zugeordnet wird, dessen Elternteile in verschiedenen Ländern geboren sind, gibt die Tabelle nicht an, und die archivierte Datei enthält keinen Verweis auf eine Metadatenseite zur Tabelle, die darüber Auskunft gäbe.
Wenige Befragte in mehreren Ländern
Die Zahlen sind Schätzungen aus EU-SILC, einer Stichprobenerhebung unter Haushalten. Eurostat kennzeichnet eine Schätzung als wenig zuverlässig, wenn sie auf wenigen Befragten beruht, und hält sie zurück, wenn es noch weniger sind oder zu viele nicht geantwortet haben. Für 2025 ist so die Quote für Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind, in Estland, Lettland, Polen und der Slowakei gekennzeichnet, in der Slowakei außerdem die Quote für Kinder, deren Eltern außerhalb der EU geboren sind; keiner dieser Werte geht hier in eine Rangfolge oder eine Zählung ein. Bulgarien und Rumänien veröffentlichen für 2025 keine Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern und Litauen in dieser Tabelle überhaupt keinen Wert für 2025, sodass die Ländervergleiche 24 Mitgliedstaaten umfassen.
Schätzungen und Zeitreihenbrüche
Eurostat kennzeichnet die EU-Werte 2025 für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern als geschätzt, sowohl insgesamt als auch getrennt nach Geburt der Eltern in einem anderen EU-Land oder außerhalb der EU; der EU-Wert für Kinder mit im Inland geborenen Eltern ist nicht gekennzeichnet. Die Werte Luxemburgs und der Slowakei für 2025 sind mit einem Zeitreihenbruch gekennzeichnet, ebenso die Werte Deutschlands, Dänemarks, Irlands, Frankreichs und Luxemburgs für 2020 und die mehrerer Länder in anderen Jahren. Veränderungen von Jahr zu Jahr innerhalb einer nationalen Reihe vergleicht diese Studie deshalb nur für Spanien und Griechenland, deren Reihen gar keine Kennzeichnung tragen; die deutschen Zahlen für 2020 werden angeführt, um die Größe eines Bruchs zu zeigen, nicht als Veränderung. Außerdem hat Eurostat im Oktober 2025 die ungarischen Erhebungsdaten für 2019 bis 2024 revidiert, gestützt auf den Zensus 2022 und, für 2019 bis 2022, auf ein überarbeitetes Verfahren zur Schätzung fehlender Einkommensangaben.
Eine Definition für alle Jahre, gemessen am Haushalt
Die Tabelle wendet die Definition, die Eurostat 2021 für das Armutsziel der EU bis 2030 eingeführt hat, auf jedes Jahr ab 2015 an; der Definitionswechsel teilt die Reihe also nicht, und die EU-Zeile ist nicht als Bruch gekennzeichnet. Kinder haben kein eigenes Einkommen: Jede Bedingung, die das Maß prüft, betrifft den Haushalt, und die Einkommensschwelle bemisst sich am Median des jeweiligen Landes. Andere Einflüsse werden zudem nicht herausgerechnet. Im Ausland geborene Eltern unterscheiden sich von im Inland geborenen in Alter, Bildung, Haushaltsgröße und Aufenthaltsdauer; die Quoten hier sind einfache Gegenüberstellungen, keine Schätzungen dessen, was die Geburt im Ausland bewirkt.
Die Gesamtquote dieser Tabelle ist nicht die übliche Kinderarmutsquote
Die Tabelle weist auch eine Quote für alle Kinder aus. In den meisten Ländern und Jahren weicht sie geringfügig von der Hauptreihe von Eurostat zur Kinderarmut ab, auf der die Studie dieser Website zur Kinderarmut beruht, und die Tabelle erklärt nicht, warum. Diese Studie nennt keinen Wert für alle Kinder, und ihre Quoten sollten nicht denen jener Studie gegenübergestellt werden.

Häufige Fragen

Wie häufig sind Kinder von Eingewanderten in der EU von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht?
2025 waren 40,3 % der Kinder unter 18 Jahren, deren Eltern im Ausland geboren sind, gefährdet, gegenüber 18,5 % der Kinder, deren Eltern in dem Land geboren sind, in dem sie leben. Ihre Quote ist damit mehr als doppelt so hoch, ein aus beiden Werten abgeleitetes Verhältnis. Der EU-Wert für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern ist eine Schätzung von Eurostat.
Welches EU-Land hat den größten Abstand?
Spanien, wo 55,6 % der Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, gefährdet sind, gegenüber 21,5 % der Kinder mit in Spanien geborenen Eltern, ein abgeleiteter Abstand von 34,1 Punkten. Es folgen Schweden mit 29,5 Punkten und Österreich mit 27,4.
Gibt es ein EU-Land, in dem Kinder von Eingewanderten weniger gefährdet sind?
Ungarn, und zwar als einziges Land: 11,2 % der Kinder, deren Eltern im Ausland geboren sind, sind gefährdet, gegenüber 23,4 % der Kinder mit in Ungarn geborenen Eltern. Die Quote der ersten Gruppe liegt seit 2019 Jahr für Jahr unter der Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern.
Spielt es eine Rolle, ob die Eltern innerhalb der EU geboren sind?
Ja. 44,6 % der Kinder, deren Eltern außerhalb der EU geboren sind, waren 2025 gefährdet, gegenüber 23,6 % der Kinder, deren Eltern in einem anderen Mitgliedstaat geboren sind, und 18,5 % der Kinder mit im Inland geborenen Eltern. Die ersten beiden Werte sind Schätzungen von Eurostat.
Ist der Abstand mit der Zeit größer geworden?
In den veröffentlichten Zahlen ja: von 17,2 Punkten im Jahr 2015 auf 21,8 im Jahr 2025, weil die Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern sank, während sich die für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern kaum veränderte. Der größte Teil der Veränderung fällt auf 2020, ein Jahr mit Brüchen in mehreren nationalen Reihen; ihr Ausmaß ist deshalb mit Vorsicht zu bewerten.

Methodische Anmerkung

Eurostat veröffentlicht aus der EU-Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) den Anteil der Kinder unter 18 Jahren in Privathaushalten, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht sind, gegliedert nach dem Geburtsland ihrer Eltern. Diese Studie verwendet vier der veröffentlichten Gruppen: Eltern, die im jeweiligen Land geboren sind; Eltern, die im Ausland geboren sind; und innerhalb dieser zweiten Gruppe Eltern, die in einem anderen Mitgliedstaat der EU geboren sind, und Eltern, die außerhalb der EU geboren sind. Sie deckt alle Mitgliedstaaten und das EU-Aggregat von 2015 bis 2025 ab; die Ländervergleiche beziehen sich auf 2025, sofern kein anderes Jahr genannt ist, und die EU-Reihe wird über den gesamten Zeitraum betrachtet.

Die Quoten werden genau so verwendet, wie sie veröffentlicht sind, und das EU-Aggregat ist das von Eurostat. Von Silver Data Lab abgeleitet sind: die Abstände zwischen den Gruppen, jeweils als eine veröffentlichte Quote minus eine andere für dasselbe Land und dasselbe Jahr; die Verhältnisse der Quote für Kinder mit im Ausland geborenen Eltern zur Quote für Kinder mit im Inland geborenen Eltern für die EU, Schweden und die Niederlande sowie die Zahl der Mitgliedstaaten, in denen dieses Verhältnis über zwei liegt; die Veränderungen der EU-Quoten und des EU-Abstands zwischen 2015 und 2025 und zwischen 2019 und 2020 sowie die Spanne des EU-Abstands seit 2021; und alle Zählungen und Rangfolgen von Mitgliedstaaten, jeweils über alle Mitgliedstaaten mit einem veröffentlichten Wert und ohne die Werte, die Eurostat als wenig zuverlässig kennzeichnet. Weitere Berechnungen gibt es nicht.

Quelldaten

Die zugrunde liegende Zeitreihe lässt sich im Eurostat data browser einsehen und erneut herunterladen. Die unten genannten Filter sind die angewandten.

  • Children at risk of poverty or social exclusion by country of birth of their parents

    ilc_peps61n

    Angewandte Filter:
    freq=A · unit=PC · c_birth=NAT, FOR, EU27_2020_FOR, NEU27_2020_FOR
    Abgerufen am:
    2026-10-15
    Quelle aktualisiert am:
    2026-10-15

Daten herunterladen

Die Daten, auf denen die soeben gelesene Studie beruht, genau so abgerufen und archiviert.

Ihnen als Member zugänglich.

Daten für Member herunterladbar

Zitierhinweis

Nennen Sie neben der Studie auch den Datenstand: Die Zahlen auf dieser Seite sind die an den unten genannten Tagen extrahierten.

Silver Data Lab Research Desk (2026). Kinder von Eingewanderten sind in der EU doppelt so oft von Armut bedroht wie andere. Silver Data Lab, veröffentlicht am 15. Oktober 2026, zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2026. https://www.silverdatalab.com/de/studien/kinderarmut-nach-geburtsland-der-eltern-in-der-eu

  • Daten: Eurostat, Children at risk of poverty or social exclusion by country of birth of their parents (ilc_peps61n), Filter freq=A, unit=PC, c_birth=NAT, FOR, EU27_2020_FOR, NEU27_2020_FOR; extrahiert am 2026-10-15; Quelle zuletzt aktualisiert am 2026-10-15. https://doi.org/10.2908/ilc_peps61n

Die Analyse von Silver Data Lab steht unter der Lizenz CC BY 4.0. Die Statistiken bleiben Eigentum ihres Herausgebers und behalten dessen Nutzungsbedingungen.

Fragen Sie die Forschungsredaktion

Eine Frage zu dieser Studie — eine Definition, ein Filter, ein Bruch in der Reihe, was die Zahlen tragen können und was nicht — beantwortet, wer den Datenabzug erstellt hat.

Dieses Formular ist durch reCAPTCHA v3 geschützt. Es gelten die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen von Google. reCAPTCHA wird erst geladen, wenn Sie zu tippen beginnen, und wie wir mit Ihren Angaben umgehen, steht in unserer Datenschutzerklärung.

Member können der Forschungsredaktion schreiben

Studien, in denen dasselbe Land vorn oder hinten liegt