In jedem EU-Land sinkt das Armutsrisiko mit steigendem Bildungsniveau
Silver Data Lab Research Desk · Statistische Analyse · Veröffentlicht am 04. Oktober 2026
- Datenquelle
- Eurostat
- Berichtszeitraum
- 2025
- Zuletzt aktualisiert
- 11. Oktober 2026
Am 21. Oktober 2026 erneut mit der Quelle abgeglichen. 36 Werte seiner Datensätze haben sich zwischen den Momentaufnahmen verändert; keiner davon ist eine auf dieser Seite genannte Zahl. Alle beobachteten Revisionen →
Wichtigste Zahlen
- Von den Erwachsenen mit höchstens einem Abschluss der Sekundarstufe I waren 2025 EU-weit 26,9 % armutsgefährdet, von denen mit Abschluss der Sekundarstufe II 14,7 % und von den Hochschulabsolventen 7,7 %.
- In allen 27 Mitgliedstaaten ist die Quote auf jeder höheren Bildungsstufe niedriger; in zwanzig davon ist sie für die niedrigste Bildungsgruppe mehr als dreimal so hoch wie für die Hochschulabsolventen.
- Kroatien verzeichnet für Erwachsene ohne Abschluss der Sekundarstufe II 47,2 %, Bulgarien 46,5 % und Litauen 46,1 %. Dänemark verzeichnet 15,2 %, Finnland 18,9 % und Belgien 19,2 %.
- Am stärksten gefährdet sind Hochschulabsolventen in Estland mit 13,7 %, Lettland mit 11,9 % und Österreich mit 11,6 %, am wenigsten in Rumänien mit 1,0 %.
- Der Abstand zwischen der niedrigsten Bildungsgruppe und den Hochschulabsolventen, als Differenz berechnet, beträgt 40,2 Punkte in Kroatien, 19,2 in der EU und 6,0 in Dänemark.

Drei Bildungsgruppen, eine Einkommensschwelle
Die Armutsgefährdungsquote erfasst den Anteil der Menschen, deren Haushaltseinkommen — gewichtet nach Zahl und Alter der Personen, die davon leben müssen — unter 60 % des Medians ihres eigenen Landes liegt. Eurostat veröffentlicht sie für Erwachsene ab 18 Jahren, aufgeschlüsselt nach dem jeweils höchsten erreichten Bildungsabschluss. Die Stufen folgen der ISCED, der Internationalen Standardklassifikation des Bildungswesens, und sind zu drei Gruppen zusammengefasst: höchstens Sekundarstufe I; Sekundarstufe II oder postsekundare Bildungsgänge unterhalb der Hochschulebene; und der Tertiärbereich, der Hochschulabschlüsse und gleichwertige höhere Berufsabschlüsse umfasst.
Gemessen wird hier allein das Einkommen. Der zentrale Sozialindikator der EU, die Quote der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen, erfasst zusätzlich erhebliche materielle und soziale Deprivation sowie eine sehr geringe Erwerbsintensität des Haushalts. Weil er dem Einkommenskriterium Bedingungen hinzufügt, kann seine Quote für jede Gruppe nur gleich hoch oder höher sein als die hier gezeigte; es sind zwei verschiedene Messgrößen und nicht zwei Lesarten derselben.
2025 lagen 26,9 % der Erwachsenen in der EU, deren Schulbildung mit der Sekundarstufe I oder früher endete, unter der Schwelle. Bei Erwachsenen mit Abschluss der Sekundarstufe II betrug die Quote 14,7 %, bei Hochschulabsolventen 7,7 %. Nach diesen veröffentlichten Quoten ist das Armutsrisiko in der Gruppe mit dem niedrigsten Bildungsstand etwa dreieinhalbmal so hoch wie in der mit dem höchsten — ein hier berechnetes Verhältnis.
Dieselbe Reihenfolge in jedem Mitgliedstaat
Die Rangfolge der drei Gruppen ändert sich nie. In jedem der 27 Mitgliedstaaten hat die Gruppe mit dem niedrigsten Bildungsstand die höchste Quote, die Gruppe mit Abschluss der Sekundarstufe II folgt an zweiter Stelle, die Hochschulabsolventen haben die niedrigste. In zwanzig dieser Länder übersteigt die Quote der niedrigsten Bildungsgruppe das Dreifache der Absolventenquote.
Dass das Risiko mit der Bildung sinkt, steht damit nirgends in der Union in Frage. Was die Länder unterscheidet, ist, wie steil das Gefälle ausfällt und auf welcher Stufe das Risiko auf dem Weg nach oben zurückgeht.
Wo Erwachsene ohne Abschluss der Sekundarstufe II am stärksten gefährdet sind
Kroatien verzeichnet für diese Gruppe mit 47,2 % die höchste Quote. Es folgen Bulgarien mit 46,5 %, Litauen mit 46,1 %, Lettland mit 43,7 % und Zypern mit 40,3 %. In diesen fünf Mitgliedstaaten leben mindestens zwei von fünf Erwachsenen mit diesem Bildungsstand in einem Haushalt unter der Schwelle.
Die niedrigsten Quoten haben Dänemark mit 15,2 %, Finnland mit 18,9 % und Belgien mit 19,2 %, die einzigen drei unter 20 %. Vierzehn Mitgliedstaaten liegen über der EU-Quote von 26,9 %, dreizehn darunter.
Die Hochschulabsolventen in eigener Rangfolge
Unter Hochschulabsolventen ergibt sich eine andere Reihenfolge. Estland verzeichnet mit 13,7 % die höchste Quote, gefolgt von Lettland mit 11,9 %, Österreich mit 11,6 %, Litauen mit 11,0 % und Malta mit 10,4 %. Am unteren Ende stehen Rumänien mit 1,0 %, Ungarn mit 3,1 %, Tschechien mit 3,5 % und Zypern mit 4,1 %.
Rumänien und Zypern gehören bei der niedrigsten Bildungsgruppe zu den sechs Ländern mit den höchsten Quoten und bei den Hochschulabsolventen zu den vier mit den niedrigsten: 39,8 % gegenüber 1,0 % in Rumänien, 40,3 % gegenüber 4,1 % in Zypern. Bei Österreich ist es umgekehrt. Seine Quote für die niedrigste Bildungsgruppe liegt mit 28,2 % nahe am EU-Wert, während seine Hochschulabsolventen stärker gefährdet sind als die jedes anderen Mitgliedstaats außer Estland und Lettland.
Auf welcher Stufe das Armutsrisiko am stärksten sinkt
Stellt man die drei Quoten nebeneinander — als Differenzen in Prozentpunkten, abgeleitet aus den veröffentlichten Zahlen —, zeigt sich, dass das Risiko je nach Land auf unterschiedlichen Stufen sinkt.
In Bulgarien, Kroatien und Rumänien kommt der größte Teil des Rückgangs mit dem Abschluss der Sekundarstufe II. Die Quote dieser Gruppe liegt in Bulgarien 29,2 Punkte unter der der niedrigsten Bildungsgruppe, in Kroatien 28,7 Punkte und in Rumänien 28,4 — die drei größten Unterschiede dieser Art in der EU. Zwischen der Sekundarstufe II und einem Hochschulabschluss sinkt die Quote um weitere 9,6 Punkte in Bulgarien, 11,5 in Kroatien und 10,4 in Rumänien.
Dänemark und Finnland zeigen auf dieser ersten Stufe kaum einen Unterschied: 1,4 Punkte in Dänemark, von 15,2 % auf 13,8 %, und 2,2 Punkte in Finnland, von 18,9 % auf 16,7 %. In Finnland kommt der größere Rückgang mit dem tertiären Abschluss, um 11,2 Punkte auf 5,5 %. Dänemark hat den kleinsten Abstand in der Union zwischen seinen Erwachsenen mit dem niedrigsten Bildungsstand und seinen Hochschulabsolventen, und es ist der einzige Mitgliedstaat, in dem die Quote der ersten Gruppe weniger als doppelt so hoch ist wie die der zweiten.
Die drei baltischen Staaten liegen auf jeder Stufe über der EU-Quote. Litauen mit 30,9 %, Lettland mit 28,3 % und Estland mit 25,5 % haben die drei höchsten Quoten der EU für Erwachsene mit Abschluss der Sekundarstufe II und zusammen drei der vier höchsten für Hochschulabsolventen. Wie überall sind Akademiker dort weniger gefährdet als andere Erwachsene, doch alle drei Länder liegen auch bei ihnen über der EU-Quote.
Österreich ist ein Fall für sich. Seine Hochschulabsolventen sind mit 11,6 % fast so stark gefährdet wie Erwachsene mit Abschluss der Sekundarstufe II, deren Quote bei 12,4 % liegt: ein Unterschied von 0,8 Punkten, der kleinste Abstand zwischen diesen beiden Gruppen in der ganzen Union. Es folgen Schweden mit 2,6 Punkten und die Slowakei mit 3,0.
Jedes Land hat seine eigene Armutsschwelle
Weil die Schwelle bei 60 % des Medians des jeweiligen Landes liegt, verortet eine Quote Menschen innerhalb ihrer eigenen Gesellschaft und sagt nichts über ein Einkommen aus, das sich über Grenzen hinweg vergleichen ließe. Rumäniens 1,0 % bedeutet nicht, dass rumänische Hochschulabsolventen reicher sind als österreichische mit 11,6 %. Es bedeutet, dass sehr wenige rumänische Absolventen in den unteren Teil der rumänischen Einkommensverteilung fallen, während mehr österreichische Absolventen in den unteren Teil der österreichischen fallen.
Aus demselben Grund ist ein steiles Gefälle kein Maß dafür, was Bildung einbringt. Es kann auch davon abhängen, wie ungleich die Einkommen verteilt sind, wer zu jeder Gruppe gehört und in welchen Haushalten diese Menschen leben — und nichts davon erfasst diese Tabelle.
Die EU-Reihe seit 2015
Das EU-Aggregat beginnt 2015. Seitdem lag die Quote der niedrigsten Bildungsgruppe zwischen 25,6 % und 26,9 %, und der Wert von 2025 ist zusammen mit dem von 2021 der höchste der Reihe. Bei den Hochschulabsolventen lag sie zwischen 7,3 % und 8,0 %. Zieht man die eine veröffentlichte Quote von der anderen ab, hat sich der Abstand zwischen beiden Gruppen von 17,8 Punkten im Jahr 2015 auf 19,2 im Jahr 2025 vergrößert.
Die nationalen Reihen haben sich stärker bewegt. In Zypern stieg die Quote der niedrigsten Bildungsgruppe von 27,8 % im Jahr 2015 auf 40,3 % im Jahr 2025, der stärkste Anstieg der Union, ohne dass für den Zeitraum ein Zeitreihenbruch gekennzeichnet wäre. In Kroatien stieg sie von 37,9 % auf 47,2 %, in den Niederlanden von 11,6 % auf 22,7 %, doch Eurostat kennzeichnet in beiden Reihen Brüche innerhalb des Zeitraums, sodass keine der beiden Veränderungen voll vergleichbar ist. Estland bewegte sich in die andere Richtung, von 36,6 % auf 31,5 % — der stärkste Rückgang in einer Reihe ohne gekennzeichneten Bruch; Belgiens Quote fiel noch stärker, von 24,9 % auf 19,2 %, allerdings mit einem Zeitreihenbruch im Jahr 2019.
Wer zu welcher Gruppe gehört
Bildung bedeutet hier den höchsten abgeschlossenen Stand, und zwar für alle ab 18 Jahren. Wer mit 18 Jahren noch die Oberstufe besucht, zählt bis zum Abschluss zur untersten Gruppe, eine Studentin bis zum Studienabschluss zur mittleren, und ein Rentner, der die Schule vor Jahrzehnten verlassen hat, zur selben Gruppe wie ein junger Erwachsener, der sie im vergangenen Jahr verlassen hat. Die Tabelle bietet keine Aufschlüsselung nach Alter oder Erwerbsstatus und kann daher das Armutsrisiko, das mit geringer Schulbildung verbunden ist, nicht von dem trennen, das mit Studium, Ruhestand oder Erwerbslosigkeit einhergeht.
Armutsgefährdungsquote, Erwachsene mit höchstens Sekundarstufe I, 2025
| Land | % der Erwachsenen ab 18 Jahren in der Gruppe | Abstand zum EU-DurchschnittProzentpunkte, abgeleiteter Wert |
|---|---|---|
| Kroatien | 47,2 | +20,3 |
| Bulgarien | 46,5 | +19,6 |
| Litauen | 46,1p | +19,2 |
| Europäische UnionAggregat | 26,9 | — |
| Belgien | 19,2 | −7,7 |
| Finnland | 18,9 | −8,0 |
| Dänemark | 15,2 | −11,7 |
Kennzeichnungen der Quelle zu diesen Werten: p vorläufig
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Armutsgefährdungsquote, Erwachsene mit tertiärem Abschluss, 2025
| Land | % der Erwachsenen ab 18 Jahren in der Gruppe | Abstand zum EU-DurchschnittProzentpunkte, abgeleiteter Wert |
|---|---|---|
| Estland | 13,7 | +6,0 |
| Lettland | 11,9 | +4,2 |
| Österreich | 11,6 | +3,9 |
| Europäische UnionAggregat | 7,7 | — |
| Tschechien | 3,5 | −4,2 |
| Ungarn | 3,1 | −4,6 |
| Rumänien | 1,0 | −6,7 |
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Abstand bei der Armutsgefährdung zwischen der niedrigsten Bildungsgruppe und den Hochschulabsolventen, 2025
| Land | Prozentpunkte, ISCED 0-2 minus ISCED 5-8 | Abstand zum EU-DurchschnittProzentpunkte, abgeleiteter Wert |
|---|---|---|
| Kroatien | 40,2 | +21,0 |
| Bulgarien | 38,8 | +19,6 |
| Rumänien | 38,8 | +19,6 |
| Europäische UnionAggregat | 19,2 | — |
| Finnland | 13,4 | −5,8 |
| Malta | 11,5 | −7,7 |
| Dänemark | 6,0 | −13,2 |
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Was diese Zahlen nicht zeigen
- Eine Einkommensmessgröße mit nationaler Schwelle
- Eine Person gilt als armutsgefährdet, wenn das verfügbare Äquivalenzeinkommen ihres Haushalts — das Einkommen nach Steuern und Sozialtransfers, gewichtet nach Größe und Altersstruktur des Haushalts — unter 60 % des nationalen Medians liegt. Die Schwelle ist in jedem Mitgliedstaat ein anderer Geldbetrag, sodass die Quoten Positionen innerhalb jedes Landes vergleichen und nicht den Lebensstandard zwischen den Ländern, und über Deprivation oder Erwerbstätigkeit sagen sie unmittelbar nichts aus.
- Maßgeblich ist der höchste abgeschlossene Bildungsstand
- Jeder Erwachsene wird nach der höchsten erfolgreich abgeschlossenen ISCED-Stufe eingeordnet, unabhängig vom Alter. Junge Erwachsene in Ausbildung werden einer niedrigeren Gruppe zugeordnet als der, deren Abschluss sie anstreben, und die Tabelle bietet keine Aufschlüsselung nach Alter, sodass jede Gruppe Studierende, Menschen im Erwerbsalter und Rentner in Anteilen umfasst, die sich von Land zu Land unterscheiden.
- Die Einkommen beziehen sich auf das Jahr vor der Erhebung
- In den meisten Mitgliedstaaten erfasst EU-SILC, die EU-Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen, das Einkommen des Kalenderjahres vor der Erhebung. Die Quoten für 2025 beschreiben daher überwiegend Einkommen, die 2024 bezogen wurden, eingeordnet nach dem Bildungsstand, den die Befragten 2025 angaben.
- Kennzeichnungen, Zeitreihenbrüche und die Größe der Gruppen
- Die Werte Litauens für 2025 sind vorläufig, bei denen Luxemburgs ist ein Zeitreihenbruch gekennzeichnet. Eurostat kennzeichnet im Lauf des Jahrzehnts auch Brüche in mehreren nationalen Reihen, darunter Kroatien 2023 und 2024, die Niederlande 2016 und Belgien 2019. Jede Quote ist eine Stichprobenschätzung, und eine einzelne Bildungsgruppe in einem kleinen Mitgliedstaat beruht auf einem Bruchteil seiner nationalen Stichprobe; kleine Unterschiede sollten daher nicht als Rangfolge gelesen werden.
Häufige Fragen
- Senkt Bildung das Armutsrisiko in der EU?
- Höhere Bildung geht in jedem Mitgliedstaat mit einem niedrigeren Armutsrisiko einher. 2025 waren 26,9 % der Erwachsenen in der EU mit höchstens einem Abschluss der Sekundarstufe I armutsgefährdet, 14,7 % derjenigen mit Abschluss der Sekundarstufe II und 7,7 % der Hochschulabsolventen, und dieselbe Reihenfolge gilt in allen 27 Ländern. Die Tabelle zeigt einen Zusammenhang, nicht seine Ursache.
- Wo sind Menschen mit niedrigem Bildungsstand am stärksten armutsgefährdet?
- In Kroatien, wo 47,2 % der Erwachsenen, deren Schulbildung mit der Sekundarstufe I oder früher endete, im Jahr 2025 armutsgefährdet waren, gefolgt von Bulgarien mit 46,5 % und Litauen mit 46,1 %. Am niedrigsten lagen die Quoten in Dänemark mit 15,2 %, Finnland mit 18,9 % und Belgien mit 19,2 %.
- Können auch Hochschulabsolventen armutsgefährdet sein?
- Ja, wenn auch seltener als Erwachsene mit weniger Bildung. 2025 lagen 7,7 % der Hochschulabsolventen in der EU unter der Schwelle. Die Quote erreichte 13,7 % in Estland, 11,9 % in Lettland und 11,6 % in Österreich und betrug in Rumänien 1,0 %, der niedrigste Wert der Union.
- Ist die Armutsgefährdungsquote dasselbe wie die Gefährdung durch Armut oder soziale Ausgrenzung?
- Nein. Die Armutsgefährdungsquote ist ein reines Einkommenskriterium: ein Haushaltseinkommen unter 60 % des nationalen Medians. Die zentrale Messgröße der EU, die Gefährdung durch Armut oder soziale Ausgrenzung, zählt außerdem erhebliche materielle und soziale Deprivation und sehr geringe Erwerbsintensität mit. Für dieselbe Bevölkerung kann sie nie niedriger sein als das Einkommenskriterium; eine Quote der einen Messgröße sollte daher nicht so zitiert werden, als stamme sie aus der anderen.
Methodische Anmerkung
Der Indikator ist Eurostats Armutsgefährdungsquote nach dem höchsten erreichten Bildungsstand, eine Tabelle aus EU-SILC: der Anteil der Personen ab 18 Jahren, deren verfügbares Äquivalenzeinkommen unter 60 % des nationalen Median-Äquivalenzeinkommens liegt. Sie wird für drei Gruppen der Klassifikation ISCED 2011 veröffentlicht: die Stufen 0 bis 2 (höchstens Sekundarstufe I), die Stufen 3 und 4 (Sekundarstufe II und postsekundarer, nicht tertiärer Bereich) und die Stufen 5 bis 8 (Tertiärbereich).
Die Rangfolgen beziehen sich auf 2025, das jüngste Jahr; es deckt alle 27 Mitgliedstaaten ab. Die Reihe beginnt für die nationalen Werte 2014 und für das EU-Aggregat 2015; das Aggregat stammt von Eurostat selbst und wird wie veröffentlicht verwendet. Die Tabelle veröffentlicht keine Quote für alle Bildungsstufen zusammen, und hier wird keine berechnet.
Silver Data Lab hat rechnerisch aus den veröffentlichten Quoten abgeleitet: die Differenzen in Prozentpunkten zwischen den Bildungsgruppen (niedrigste Gruppe minus Hochschulabsolventen, niedrigste Gruppe minus Sekundarstufe II, Sekundarstufe II minus Hochschulabsolventen), einschließlich der dritten Rangfolge; das Verhältnis der EU-Quote der niedrigsten Bildungsgruppe zur EU-Quote der Hochschulabsolventen; die Veränderungen zwischen 2015 und 2025; und die Zahl der Mitgliedstaaten über oder unter einer bestimmten Quote oder einem bestimmten Verhältnis. Darüber hinaus wird nichts berechnet.
Quelldaten
Die zugrunde liegende Zeitreihe lässt sich im Eurostat data browser einsehen und erneut herunterladen. Die unten genannten Filter sind die angewandten.
At-risk-of-poverty-rate, by highest level of education attained
tps00151
- Angewandte Filter:
- freq=A · statinfo=MED_EI · isced11=ED0-2, ED3_4, ED5-8 · rskpovth=B_60 · sex=T · age=Y_GE18 · unit=PC
- Abgerufen am:
- 2026-10-21
- Quelle aktualisiert am:
- 2026-10-20
Daten herunterladen
Die Daten, auf denen die soeben gelesene Studie beruht, genau so abgerufen und archiviert.
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Zitierhinweis
Nennen Sie neben der Studie auch den Datenstand: Die Zahlen auf dieser Seite sind die an den unten genannten Tagen extrahierten.
Silver Data Lab Research Desk (2026). In jedem EU-Land sinkt das Armutsrisiko mit steigendem Bildungsniveau. Silver Data Lab, veröffentlicht am 04. Oktober 2026, zuletzt aktualisiert am 11. Oktober 2026. https://www.silverdatalab.com/de/studien/armutsgefaehrdung-nach-bildungsstand-in-der-eu
- Daten: Eurostat, At-risk-of-poverty-rate, by highest level of education attained (tps00151), Filter freq=A, statinfo=MED_EI, isced11=ED0-2, ED3_4, ED5-8, rskpovth=B_60, sex=T, age=Y_GE18, unit=PC; extrahiert am 2026-10-21; Quelle zuletzt aktualisiert am 2026-10-20. https://doi.org/10.2908/tps00151
Die Analyse von Silver Data Lab steht unter der Lizenz CC BY 4.0. Die Statistiken bleiben Eigentum ihres Herausgebers und behalten dessen Nutzungsbedingungen.
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