Bevölkerung und soziale Bedingungen
Demografie, Gesundheit und Lebensbedingungen der europäischen Bevölkerung.

In der EU beantragten 45,9 % weniger Kinder ohne erwachsene Begleitung Asyl als im Vorjahr
2025 beantragten in der EU 17.930 Kinder ohne Eltern oder einen anderen für sie verantwortlichen Erwachsenen Asyl, gegenüber 33.160 im Jahr 2024. Das ist ein Rückgang um 45,9 % (abgeleiteter Wert) und der niedrigste Stand seit 2020.

In einundzwanzig EU-Ländern gibt es mehr Sterbefälle als Geburten
Die EU verzeichnete 2025 7,7 Geburten und 10,7 Sterbefälle je tausend Einwohner: eine natürliche Veränderung von −3,0.

In keinem EU-Land werden genug Kinder geboren, um die Elterngeneration zu ersetzen
Die zusammengefasste Geburtenziffer der EU lag 2024 bei 1,34 Kindern je Frau, gegenüber den üblicherweise als Bestandserhaltungsniveau angesetzten 2,1.

Italien gibt einen größeren Anteil seines BIP für Renten aus als jedes andere EU-Land
Die EU gab 2024 vorläufig 12,62 % ihres BIP für Renten aus, mehr als die geschätzten 12,31 % von 2023, aber noch immer unter den geschätzten 13,15 % von 2013.

In Lettland leben Frauen 9,8 Jahre länger als Männer, der größte Abstand in der EU
Die Lebenserwartung bei der Geburt lag 2024 EU-weit bei 81,5 Jahren: 84,1 für Frauen und 78,9 für Männer.

Jeder fünfte Europäer ist von Armut oder Ausgrenzung bedroht
20,9 % der EU-Bevölkerung waren 2025 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht — etwa jede fünfte Person.

Kein EU-Land gibt einen größeren Teil seiner Sozialausgaben für Familien aus als Polen
Auf die Funktion Familie und Kinder entfielen 2025 in der EU 8,7 % aller Sozialschutzleistungen, nach 8,0 % im Jahr 2015. Wie alle Werte für 2025 in den beiden Tabellen von Eurostat ist auch dieser ein Schätzwert.

Der Anteil der Ausländer an Maltas Bevölkerung hat sich vervierfacht
Am 1. Januar 2025 besaßen 29,4 % der in Malta lebenden Menschen nicht die maltesische Staatsangehörigkeit, mehr als das Vierfache der 6,8 % von 2014: ein abgeleiteter Anstieg um 22,6 Prozentpunkte, dreimal so groß wie der zweitgrößte in der EU, der Anstieg Österreichs um 7,5 Punkte.

Kroatien hat EU-weit den kleinsten Anteil an Menschen, denen das Geld fürs Nötigste fehlt
12,0 % der EU-Bevölkerung waren 2025 materiell und sozial depriviert, gegenüber 20,9 %, die von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht waren.

In 19 EU-Ländern ist der Staat die größte einzelne Geldquelle der Sozialsysteme
Die Sozialschutzsysteme der EU erhielten 2024 vom Staat 12,13 % des BIP, von den Arbeitgebern 10,36 % und von den Menschen, die durch sie abgesichert sind, 6,15 %; weitere 0,97 % kamen aus sonstigen Einnahmen. Alle vier EU-Werte sind vorläufig.